Eat fast and work hard

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Fast Food ist ein unabdingbares Merkmal jeder entwickelten Großstadt. In den USA, in China, Singapur, Großbritannien, Frankreich, Brasilien oder Chile ernähren sich Millionen von Menschen während der Mittagspause in Stehkneipen und Bistros. Sie kaufen Portionen zum Mitnehmen und essen abends zu Hause. Fast Food steht immer zur Verfügung, wenn man hungrig und sehr beschäftigt ist. Wichtig ist dann natürlich, nicht zu vergessen, regelmäßig Sport zu treiben. Mir half Fast Food auch mehrmals aus der Klemme.

Es gibt ja genug Lokale, wo man nur schlecht gebratenes Fleisch kriegt und wo die Meerfrüchte so aussehen, dass selbst die Möwen sich auf sie nur entleeren würden. Selbstverständlich möchte man in dem Fall etwas Essbares und Besseres als Chips und anderes Junkfood bekommen und das findet man in „Subway“, „Burger King“, „Applebee’s“ oder in einfacheren Lokalen wie „Juan Maestro“. Dort essen Sie ein wenig oder ganz normal zum Mittag, Sie wissen, wie viele Kalorien Sie zu sich nahmen, und Sie sind für sich selbst verantwortlich. Fast Food befriedigt die Bedürfnisse moderner Menschen und ist ein wichtiger Bestandteil der jetzigen und zukünftigen Nahrungsmittelindustrie.

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Nichtsdestoweniger höre ich ständig die gleiche Kritik der Fast-Food-Industrie: „Sie benutzen die GMO!“, „Sie richten die junge Generation zugrunde!“, „Sie berauben die Menschen!“, „Sie sind fremde Agenten!“ usw.. Solche Phrasen kommen hauptsächlich von den Menschen, die den Kapitalismus, die internationalen Industrien und den Progress hassen. Evo Morales, Hugo Chavez, Robert Mugabe, Daniel Ortega, Cristina Kirchner, Wladimir Shirinowski (der Chef der russischen Partei LDPR). Sie alle hätten gern selbst das Geld kassiert, das Menschen für Burgers bei „McDonalds“ oder Sandwiches bei “Subway“ ausgeben. Es ist kein Wunder. Die wirtschaftliche Lage in den meisten Ländern, die von den erwähnten Politikern regiert werden, ist ungeheuerlich. Bolivien ist beispielsweise eins der ärmsten Länder Lateinamerikas, aber das „Moralität“- und Patriotismus-Niveau befindet sich außerhalb des Messbereichs. Es ist weit bekannt: Je ärmer, dreckiger und düsterer das Leben eines Volkes ist, desto mehr „Feinde“, die daran schuld sind, findet die Regierung. Evo Morales – bolivianischer Kommunist, linker Rassist und verfassungswidriger Diktator – sieht Feinde überall: in Washington, in den europäischen Hauptstädten, in Kolumbien und Chile, in Israel und sogar in seinem eigenen Land. 2008 unterdrückte er brutal die Massenproteste im Osten des Landes, wo die Menschen sich mittels einer Volksabstimmung von Bolivien trennen wollten. Später, als es keine „Faschisten, Separatisten und inneren Feinde„ mehr gab, wandte Evo dem Fast Food seine Aufmerksamkeit. Bolivien wurde zum ersten Land Lateinamerikas, dass „McDonalds“ verbat. Die Kette wurde gezwungen, alle acht Filialen in den größten Städten des Landes zu schließen: in La Paz, Cochabamba und Santa Cruz de la Sierra. Eine ähnlich, doch nicht in den Maßen brutale Situation beobachtet man auch in Argentinien. Ich kam selbst erst vor Kurzem hierher aus Chile, wo es anscheinend gar keine Probleme damit gibt, sich etwas zum Essen zu finden. Man kann nicht sagen, Chile ein Zentrum der kulinarischen Kunst sei, aber als ein kapitalistisches Land mit dem freien Markt ist es für verschiedensten Kantinen und Restaurants offen. Da findet man amerikanische, italienische, peruanische, japanische, chinesische und mexikanische Lokale jedes Niveau – von den erst-klassischen Restaurants in Contanera Center und cowboy-Restaurants wie „Bariloche“ bis zu den günstigen Fast-Food-Restaurants, wo man ebenfalls sehr unterschiedliche Gerichte kosten kann. Wenn man viel arbeitet, ist das genau das Richtige: Vielfältigkeit, Schnelligkeit, Zugänglichkeit und eine breite Palette der Preise.

Die Situation in Argentinien ist mehr als traurig. Nach Santiago spürt man den Unterschied besonders stark. Im Zentrum von Buenos Aires steht ein einsames „Burger King“. Ein paar „Subways“ findet man nur, wenn man zufällig an ihre Türe stoßt. Es gibt acht „McDonalds“-Filialen, wie es in Bolivien war, wo nur acht Restaurants in drei größten Städten zu finden waren. Mit den Sushi-Bars gibt es ein wirkliches Problem: Anders als in Santiago findet man sie kaum in der argentinischen Hauptstadt. Die argentinischen Fast-Food-Restaurants arbeiten in einem Zustand der künstlichen Konkurrenzleere – ein Traum jedes patriotischen Sozialisten. Was spürt der Verbraucher in solcher Situation? Er spürt eine grandiose Betrügerei, denn ihm wird die Wahl geraubt und dafür muss er noch zahlen. Die Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln (unpraktisches und verwirrendes System der Busse und Bahnen) und die ungünstige Lage der Fast-Food-Restaurants in Betracht ziehend, benutzen die Menschen das Potenzial der ohnehin begrenzten Fast-Food-Industrie nicht mal zu 60%. Argentinischer Peso ist zur Zeit eine der schwächsten Währungen, die Preise steigen zusammen mit der Inflation. Wann erklärt Kirchner den „Subway“ für schuldig? Rhetorische Frage. Sie Antwort lautet: Sobald sie einen neuen Feind braucht, was wahrscheinlich vor den kommenden Präsidentenwahlen geschieht. Wenn Cristina verfassungswidrig zum dritten Mal kandidiert (wie ihre Partner vom neobolschewistischen Block ALBA bereits machten) oder einen Nachfolger benennt, greift sie auf jeden Fall auf die populistischen Methoden zurück.

In Russland, wo ich den größten Teil meines Leben verbrachte, bildet sich auch nicht die beste Lage heraus. Russland ist ein traditionell eifersüchtiges Land, dass stark zum Protektionismus tendiert. Das ist ein altes sowjetischen Syndrom, das durch das Streben zur Autarkie und zur Isolation vom Westen und den prowestlichen Staaten gekennzeichnet wird. In den 90-er Jahren milderte sich der Protektionismus sehr stark und Russland wurde zu einem offenen Land, dessen Wirtschaft sich in einer Übergangsphase befand. 1990 wurde dort die erste „McDonalds“-Filiale geöffnet, dann fing die Fast-Food-Kultur an, sich rasch zu entwickeln. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, dass nicht nur die ausländischen Ketten im Land präsent waren, sondern auch sehr attraktive nationale Ketten wie „Emelja“, „Teremok“ und Andere, die sich hauptsächlich auf russische Küche spezialisierten. Während der Putins und Medwedews Regierungszeiten (ungefähr bis 2012) galt Russland für die Lebensmittelindustrie als sehr anreizend. In den Jahren 2013 und 2014 änderte die Regierung bedauerlicherweise ihren politischen und wirtschaftlichen Stil. Nationalismus, Unterstützung der linken Diktaturen im Ausland, Bildung der antiwestlichen wirtschaftlichen Blocks und insbesondere der Anschluss der Krim veränderten das wirtschaftliche Klima in der Russischen Föderation. Wichtig ist zu erwähnen: Auf der Krim, die zum Teil Russlands wurde, schlossen sich alle „McDonalds“-Filialen. Es verursachte Schadensfreunde in Duma und Aufrufe, Fast-Food-Restaurants auf der föderalen Ebene zu verbieten. Zum Beispiel verkündigte Wladimir Shirinowski, dass „er bald die Schließung aller „McDonalds“-Filialen im ganzen Land erlange“. „Damit nicht mal eine Spur übrig bleibt. Dann kümmern wir und um die Pepsi-Cola“, fügte er hinzu. Die russischen Abgeordneten drohten auch damit, das Eigentum der ausländischen Firmen als „Antwort auf die Sanktionen“ zu enteignen. Viele russische Politiker provozieren eine Hysterie bezüglich der GMO, Fast-Food, Getränke und vieles Anderen. Deswegen führt die jetzige Wirtschaftspolitik, die auch früher alles anderes als makellos war, zur Flucht des Kapitals. Noch schlimmer ist, dass die russischen Fast-Food-Ketten ohne die freie Konkurrenz schnell an Qualität verlieren, wenn die politischen Narren die Möglichkeit bekommen, ihre krankhaften Pläne zu realisieren.

 

Kitty Sanders, 2014

Übersetzung: Julia Shenson

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