Literarischer Lunch und Annonce des neuen Buchs von Kitty Sanders

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Am Mittwoch (dem 7.10.) hatte ich das Vergnügen, bei einem literarischen Lunch anwesend zu sein, wo sich die bedeutendsten Schriftsteller und Lyriker der Region versammelten. Ich bekam viele Bücher geschenkt und annoncierte mein eigenes kommendes Buch „Never stop the Madness“.

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Bereits 2011 kam ich auf die Idee, ein „Old school“-Buch zu schreiben, in dem es um solche Themen handeln würde, wie 90er Jahre, Underground-Kultur, schmutziger Realismus (Dirty realism), Gewalt, Wahnsinn, lesbische Soziologie und Philosophie der Entstehung einer autonome Persönlichkeit, die den Wahnsinn als Basis und Methode benutzt. Ein Buch, das aus Bruchteilen der Realität, provokativen Texten, dem magischen Realismus, kunstwissenschaftlichen Anmerkungen, philosophischen Artikeln und dem Bewusstseinsstrom bestünde.

Damals war ich mit dem Buch „Carne“ (Investigativer Journalismus und eine sozial-philosophische Arbeit über den Manschenhandel, illegale Migration, Sexindustrie, Schattenwirtschaft und die Rolle des Staates bei der Organisation krimineller Finanzstrukturen) sehr beschäftigt, das Anfang 2016 veröffentlicht wird. Im Laufe der Arbeit (2008 – 2014) begegnete ich die schmutzigste und ungeheuerste Realität, die man sich nur vorstellen kann: von der polizeilichen Willkür, Details des Menschenhandels und Konflikten mit den Schmugglern bis zum Leben in Slums, Schlägereien und vielen anderen Sachen. Etwas davon beschreibe ich dann im Buch und viele gesehene und gehörte Geschichten verarbeite ich für das Buch zu einem lesbaren Text. Selbstverständlich prägten mich sowohl die literarischen Traditionen Russlands und Lateinamerikas als auch die transgressive Kunst und der Underground. Als ich noch angefangen hatte, Lateinamerikanistik zu studieren, war ich von der Literatur der Region angezogen. Heutzutage verstärkte ich dieses Interesse und wurde zum Teil meines individuellen Stils. Die transgressive Kunst und der Underground hatten mein Herz noch früher gewonnen.

Im Buch „Never stop the Madness“ fehlt die Struktur, aber da sind zwei Zentren, um die sich die Texte meistens konzentrieren. Eins der Zentren ist hermeneutisch oder sozusagen lesbisch-philosophisch. Dabei geht es um die Frauen-Soziologie, die separatistische Philosophie, und die Biographien mancher Künstlerinnen aus dem Bereich der Gegenkultur. Das zweite Zentrum ist ethno-psychologisch. Es bezieht sich auf Russland der 90er Jahre und wird dem Zauber der wilden Winde gewidmet, die durch den großen, öden Kontinent wehen. Der Teil befasst sich intensiv mit dem Techno-Neopaganismus und dem Raum, der den Menschen unterdrückt.

Die Idee des Buchs und ein daraus vorgelesener Abschnitt gefielen vielen Hörern. Als sie erfuhren, dass ich in St. Petersburg geboren war, wuchs ihre Begeisterung noch mehr: In Lateinamerika schätzt man die russische Kultur und St. Petersburg gilt als ihr Zentrum.

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Zur Zeit sind bereits 12 Kapiteln fertig, noch 10 sind in der Arbeit. Insgesamt wird es im Buch 25 bis 30 Kapiteln geben. Ich vermute, dass man „Never stop the Madness“ schon in diesem Jahr lesen kann.

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Kitty Sanders, 2015

Übersetzung: Julia Shenson

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